SO­LI­DES DRA­MA

1976 – ei­ne mit 248 Pas­sa­gie­ren be­setz­te Air France Ma­schi­ne wird auf dem Weg von Tel Aviv nach Pa­ris von Ter­ro­ris­ten ent­führt. In En­teb­be, Ugan­da, ge­lan­det, wer­den zu­nächst die nicht-jü­di­schen Pas­sa­gie­re frei­ge­las­sen. Mit den üb­rig­ge­blie­be­nen jü­di­schen Pas­sa­gie­ren soll die Frei­las­sung von in­haf­tier­ten Pa­läs­ti­nen­sern er­zwun­gen wer­den. Der Plan – 40 Jah­re al­ter Spoi­ler – geht nach 7 Ta­gen schief, die Ter­ro­ris­ten ster­ben, die Gei­seln kom­men frei.

Die Be­frei­ungs­ak­ti­on wur­de üb­ri­gens da­mals von Yo­na­tan Ne­tan­ja­hu ge­lei­tet, dem äl­te­ren Bru­der des am­tie­ren­den is­rae­li­schen Pre­mier­mi­nis­ters Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu. So­gar noch was ge­lernt.

MACHART

Da­ni­el Brühl gibt zur Ab­wechs­lung mal wie­der den schmal­lip­pi­gen, hu­mor­be­frei­ten Deut­schen, Ro­sa­mund Pi­ke die eis­kal­te Ter­ro­ris­tin.

Sehr un­ge­wöhn­lich ist der Kunst­griff, die Ter­ror­sze­nen mit ei­ner is­rae­li­schen Tanz­thea­ter­auf­füh­rung zu un­ter­schnei­den. Klingt ab­surd, funk­tio­niert aber über­ra­schen­der­wei­se gut.

FAZIT

Ist so­li­de in­sze­niert und ei­ni­ger­ma­ßen span­nend, aber am En­de nicht mehr als ein ganz gu­ter TV-Film. Hat man al­les ir­gend­wie schon­mal ge­se­hen.

USA/GB, 2018
Regie José Padilha
107 min

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